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Garmin & Linux – The Virtualbox-Way

Ich bin bekennender Linux-Fan. Das bedeutet nicht dass ich Windows hasse. Im Gegenteil, beide Betriebssysteme bieten ihre Vor- und Nachteile. Nur arbeite ich persönlich halt lieber unter der Flagge des Pinguins.

Wer aber ein Garmin-GPS sein Eigen nennt weiss dass die Unterstützung hierfür unter Linux recht dürftig ist. Programme wie MapSource oder GSAK sind unter Linux mit Hilfe von Wine nur sehr schwer bis fast gar nicht zum Laufen zu bekommen.

Ich hatte aber keine Lust andauernd neu booten zu müssen wenn ich etwas mit meinem Oregon machen wollte und so stiess ich auf Virtualbox. Eine virtuelle Maschine für Linux in der sich fremde Betriebssysteme installieren lassen welche dann Out-of-the-Box laufen ohne dass man Linux verlassen muss. Dabei zu achten ist dass man die sogenannte PUEL-Version von SUN installiert und nicht die quelloffene OSE-Version, denn die enthält leider keinen USB-Support.

Mein Betriebssystem ist Ubuntu Linux, eine Distribution die sich auch für Anfänger eignet.

Nachdem Virtualbox am Laufen war installierte ich dort in einer virtuellen Maschine Windows Vista, welches mit meinem Notebook mitgeliefert wurde. Danach kann man in Virtualbox das zu startende System auswählen:

Startbild Virtualbox

Ein Klick auf Starten und kurze Zeit später ist Vista am Laufen und zeigt sich im gewohnten Gewand:

Virtualbox_Vista

Man kann Windows nun in einem Fenster ausführen oder in den Vollbildmodus umschalten. Dann hat man wirklich das Gefühl man arbeite nur unter Vista.

Das Arbeiten läuft nun ganz normal ab. Anwendungen können installiert und deinstalliert werden. Wichtig ist es jedoch zuvor nach dem ersten Start von Windows die sogenannten Gasterweiterungen zu installieren. Das geschieht im Menüpunkt Geräte -> Gasterweiterungen installieren.

Nun läuft MapSource und GSAK ohne Probleme:

Virtualbox_GSAKVirtualbox_Mapsource

Extrem wichtig ist es wie man den Oregon so zum Laufen bekommt dass man ihn in Virtualbox auch verwenden kann, denn nativ wird er erstmal nicht erkannt. Die Schritte sind aber sehr einfach:

  1. Windows in der virtuellen Maschine muss ausgeschalten sein, dann stecken wir den Oregon an den USB-Port an und warten bis Linux ihn als Wechseldatenträger erkennt. Danach markieren wie unsere virtuelle Windows-Maschine und klicken auf “Ändern” und gehen dort auf den Reiter “USB”: Virtualbox_Oregon1
  2. Dort wo oben der schwarze Punkt ist klicken wir auf den “USB-Stecker” und sehen eine Auswahl an den PC angeschlossener USB-Geräte. Dort erscheinen auch Option für unseren Oregon, welche wir  hinzufügen. Danach wird er auch in Virtualbox erkannt:Dieses Gerät hinzufügen

Danach die virtuelle Maschine wieder starten… und Voila…. unser Oregon wird erkannt:

Da ist er

Hier nochmal die Links:

Ubuntu Linux VirtualBox

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Veröffentlicht unter: geocaching.com, GPSr

14 Antworten zu "Garmin & Linux – The Virtualbox-Way"

  1. llutz sagt:

    Bei der Installation bitte darauf achten, dass die PUEL-Version
    von Virtualbox und nicht virtualbox-ose installiert wird, denn die
    freie OSE-Version bietet keinen USB-Support. Die PUEL-Version ist
    leider nur “frei wie in Freibier”, aber nicht quelloffen.

    jm2c,
    llutz

    1. omabande sagt:

      Da hast Du absolut Recht!! Ich werde es im Artikel gleich mal ergänzen.
      Danke

  2. Daniel sagt:

    Dieses HowTo sollte man mal etwas mehr forcieren ;)

    Gleiches Spiel funktioniert natürlich auch für Mac User und wird auch von mir praktiziert.

    Allerdings mit Windows XP da ich dieses Ressourcen schonender finde und es gerade mit “nur” 2 GB DDR II Ram im MacBook bzw. 512MB in der VM angenehmer finde.
    Zum Arbeiten reichts dann locker.

    Ansonsten Top!

    Grüße

    1. omabande sagt:

      Ja ich würde auch lieber XP nehmen, doch da ich nur eine Lizenz für Vista besitze ist das für mich ausgeschlossen.

      Ansonsten ist XP aufgrund der Ressourcen eher zu empfehlen

  3. Thomas (blickpunkt-energie.de) sagt:

    Keine Ahung wie es mit dem GSAK aussieht, aber QLandkarte sollte doch das Pendant zu MapSource sein?

    1. omabande sagt:

      QLandkarte funktioniert ganz gut mit GarminMaps. Der Knackpunkt ist jedoch die Erstellung von Kartensätzen fürs Gerät selbst. Und GSAK läuft nativ gar nicht unter Linux oder Wine und einen gleichwertigen Ersatz für Linux gibts dafür auch nicht.

  4. helixrider sagt:

    Schönes HowTo!
    Als Anmerkung: unter Ubuntu nutze ich mittlerweile QLandkarte GT – das ist nativ, klappt ganz gut, auch inklusive Austausch von Wegpunkten mit dem Garmin.

  5. mo-cacher sagt:

    Auf dem LinuxTag 2008 in Berlin hatte ich auch einen Cachetalk mit einem Geocacher, der alles mit Linux macht.

    1. omabande sagt:

      Wäre interessant wie und mit welchen Apps der alles unter Linux macht

      1. Schrottie sagt:

        QLandkarteGT nimmt er, das langt, ansonsten einfach in den Talk reinlauschen, ich hab zwar reichlich Unfug gesabbelt was mir dann erst später auffiel, aber lustig war es im Nachhinein betrachtet trotzdem… :-)

        Nee, mal im Ernst. Klar, alles was mit meinem Garmin oder dessen Speicherkarte redet ist entweder QLandkarteGT oder Ubuntu selbst. Karten nehme ich ausschließlich die All-in-One von Openstreetmap, die wird direkt als gmapsupp.img auf die Karte geschoben und GPXe lade ich dann mit QLandkarteGT drauf, das redet ja problemlos mit Garmingeräten am USB-Port.

        Die VBox nutze ich ebenfalls, halt für GSAK um aus dem GPXen die GS liefert HTML-Files fürs Handy zu machen. Und da tut es eben auch die OSE-Version, denn USB-Support wird ja nicht benötigt. Versuche auf Windows in Virtualbox zu verzichten scheiterten, weil GSAK in wine generell krachen gegangen ist. Wenn das irgendwann problemlos funktioniert, dann verabschiedet sich hier auch die VBox…

  6. Thomas (blickpunkt-energie.de) sagt:

    Apps? Wir sind doch nicht beim eiPhone ;-)

  7. omabande sagt:

    Update: ich habe nun tagelang versucht GSAK unter Wine zum laufen zu bekommen. Aber auch nach etlichen Tips und HowTos aus dem grossen weiten Netz habe ich es nicht geschafft. GSAK startet, jedoch bricht es dann immer wieder mit Fehlermeldungen ab.

    1. Schrottie sagt:

      In GSAK werden offenbar irgendwelche Steuerelemente verwendet, die selbstgebaut sind, denn unter wine hat GSAK oftmals keine Scrollbalken, fehlen die, ist der Absturz schon vorprogrammiert. Übrigens kann man dann auch nicht mit der Maus scrollen, also wird GSAK unbenutzbar. Aber das ist ja auch egal, es stürzt dann sowieso ab.

      Wobei ich ja zu GSAK meine eigene Meinung habe, da benutzt jemand ein freies Tool wie GSPBabel um seine Software im Funktionsumfang zu erweitern, und verlangt dann selbst Geld. Irgendwie passt das nicht zusammen…

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